Aus der Forschung
Die Zürcher Hohe Schule 1525-1560 als Bildungsinstitution
(Anja-Silvia Göing)
Es gehört mittlerweile zum Allgemeingut historischen Wissens in der pädagogischen Geschichtsschreibung, dass die Reformation immense Wirkungen auf die Volksschule hatte. Weniger bekannt sind die Unterschiede, welche zwischen den drei bedeutendsten Reformatoren in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts das pädagogische Denken beeinflussten: Zwingli und Calvin stehen für eine politisch-republikanische Pädagogik mit dem Ziel des Citoyen, Luther für eine apolitische Erziehungslehre, die auf gehorsame Untertanen ausgerichtet war und die später wirkungsreich zur Grundlage des Burgeois wurde. Noch weniger bekannt ist die Tatsache, dass Zwingli zur Ausbildung von Theologen im reformatorischen Geist eine Akademie gründete, die, gerade auch in Konkurrenz zu humanistischen Einrichtungen, bald europaweit zum Vorbild ähnlicher Institutionen wurde. Anja-Silvia Göing erörtert im Folgenden Sinn und Möglichkeiten einer vertieften Erforschung dieser Bildungsinstitution.
(Anja-Silvia Göing)
Es gehört mittlerweile zum Allgemeingut historischen Wissens in der pädagogischen Geschichtsschreibung, dass die Reformation immense Wirkungen auf die Volksschule hatte. Weniger bekannt sind die Unterschiede, welche zwischen den drei bedeutendsten Reformatoren in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts das pädagogische Denken beeinflussten: Zwingli und Calvin stehen für eine politisch-republikanische Pädagogik mit dem Ziel des Citoyen, Luther für eine apolitische Erziehungslehre, die auf gehorsame Untertanen ausgerichtet war und die später wirkungsreich zur Grundlage des Burgeois wurde. Noch weniger bekannt ist die Tatsache, dass Zwingli zur Ausbildung von Theologen im reformatorischen Geist eine Akademie gründete, die, gerade auch in Konkurrenz zu humanistischen Einrichtungen, bald europaweit zum Vorbild ähnlicher Institutionen wurde. Anja-Silvia Göing erörtert im Folgenden Sinn und Möglichkeiten einer vertieften Erforschung dieser Bildungsinstitution.
«Diese Frauen waren ganz anders, als sie in der Öffentlichkeit hingestellt werden»
(Karin Manz/Sabina Larcher)
Am Pädagogischen Institut der Universität Zürich wird im Fachbereich Allgemeine Pädagogik eine Datenbank aufgebaut, die die systematische Erschliessung der Schweizerischen Lehrerinnenzeitschrift, ab 1896 das offizielle Organ des Schweizerischen Lehrerinnenvereins, zum Ziel hat. Die Aufarbeitung soll die Rekonstruktion der spezifischen Perspektiven der organisierten Lehrerinnen bezüglich der Interpretationen und Definitionen des Lehrerinnenberufs, der Aufgaben der Lehrerin, ihre Verortung im Erziehungssystem ermöglichen. Ein historischer Prozess der Entwicklung und Ausformung eines weiblichen Berufsverständnisses und eines von den Frauen aktiv betriebenen Lehrerinnenbildes kann nachgezeichnet werden.
(Karin Manz/Sabina Larcher)
Am Pädagogischen Institut der Universität Zürich wird im Fachbereich Allgemeine Pädagogik eine Datenbank aufgebaut, die die systematische Erschliessung der Schweizerischen Lehrerinnenzeitschrift, ab 1896 das offizielle Organ des Schweizerischen Lehrerinnenvereins, zum Ziel hat. Die Aufarbeitung soll die Rekonstruktion der spezifischen Perspektiven der organisierten Lehrerinnen bezüglich der Interpretationen und Definitionen des Lehrerinnenberufs, der Aufgaben der Lehrerin, ihre Verortung im Erziehungssystem ermöglichen. Ein historischer Prozess der Entwicklung und Ausformung eines weiblichen Berufsverständnisses und eines von den Frauen aktiv betriebenen Lehrerinnenbildes kann nachgezeichnet werden.
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