Thema
Internationalisierung als Ursache der Nationalisierung im amerikanischen Gelehrtentum. Die Paradoxien der Akademikermobilität im 19. Jahrhundert
(Adam R. Nelson)
Studien- oder Forschungsjahre im Ausland, vorwiegend in den USA, sind in den letzten Jahrzehnten zur «conditio sine qua non» akademischer Karrieren geworden. Weit zögerlicher verhielt sich diesbezüglich die Erziehungswissenschaft, der deswegen auch vorgeworfen wurde, sie entwickle ihre Argumente noch immer in den mentalen Strukuren des 19. Jahrhunderts – und diesem Nationalismus sei durch Auslandaufenthalte zu begegnen. Die Forderung nach Auslandaufenthalten ist allerdings nicht eine Erfindung des ausgehenden 20. Jahrhunderts, sondern wurde, wie der folgende Artikel anhand der Forschungsreisen amerikanischer Gelehrter nachweist, bereits im 19. Jahrhundert erhoben und umgesetzt. Dass sich mit diesen Reisen nicht zwangsläufig eine Internationalisierung der Diskussion entwickelte und auch nicht entwickeln muss, zeigt der nachfolgende Themenbeitrag.
(Adam R. Nelson)
Studien- oder Forschungsjahre im Ausland, vorwiegend in den USA, sind in den letzten Jahrzehnten zur «conditio sine qua non» akademischer Karrieren geworden. Weit zögerlicher verhielt sich diesbezüglich die Erziehungswissenschaft, der deswegen auch vorgeworfen wurde, sie entwickle ihre Argumente noch immer in den mentalen Strukuren des 19. Jahrhunderts – und diesem Nationalismus sei durch Auslandaufenthalte zu begegnen. Die Forderung nach Auslandaufenthalten ist allerdings nicht eine Erfindung des ausgehenden 20. Jahrhunderts, sondern wurde, wie der folgende Artikel anhand der Forschungsreisen amerikanischer Gelehrter nachweist, bereits im 19. Jahrhundert erhoben und umgesetzt. Dass sich mit diesen Reisen nicht zwangsläufig eine Internationalisierung der Diskussion entwickelte und auch nicht entwickeln muss, zeigt der nachfolgende Themenbeitrag.
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