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Die Stapfer-Enquête als Momentaufnahme der Schweizer Niederen Schulen vor 1800
(Heinrich Richard Schmidt)
Empirische Bestandesaufnahmen von Schule sind keine Erfindung des späten 20. Jahrhunderts, sondern wurden mit standardisierten Fragebögen bereits im 18. Jahrhundert durchgeführt. Eine erste grosse Umfrage erfolgte schon 1771 auf dem Gebiet des Kantons Zürich und umfasste 81 Fragen; über 200 Antworten sind überliefert und mittlerweile auch zugänglich. Eine noch viel grössere Umfrage fand zu Beginn der Helvetik (1799) statt, als der damalige Unterrichtsminister Philipp Albert Stapfer die Schulen im gesamten Gebiet der Schweiz neu organisieren wollte. Die rund 2500 Antworten auf den 60 Fragen umfassenden Fragebogen erlauben einen ungemein präzisen Einblick in die Situation der Schweizer Volksschulen vor 1800. Der Schweizerische Nationalfonds hat eine erste Phase eines über sechs Jahre reichenden Projekts finanziert, mit dem die «Stapfer-Enquête» vollumfänglich der Forschung zugänglich gemacht werden soll. Einer der Projektleiter gibt Einblick in das Projekt.

Neu erschienen: Zeitschrift für pädagogische Historiographie 1/2010

Neu erschienen: Sämtliche Briefe an Johann Heinrich Pestalozzi. Kritische Ausgabe, Bd. 2: 1805-1809